Elisabeth, Kurfürstin von der Pfalz, älteste Tochter Jakobs I. von England, geb. 19. Aug. 1596, erhielt im Hause Sir John Harringtons auf Combe Abbey eine streng protestantische und fast gelehrte Erziehung und wurde 14. Febr. 1613 mit dem Führer des deutschen Protestantismus, Friedrich V. von der Pfalz, vermählt. Im J. 1619 wurde ihr Gemahl zum König von Böhmen ernannt, 1620 erfolgte die Schlacht am Weißen Berge, und die Königin, die auf dem Hradschin ihrer Riederkunft entatbegsob⸗ mußte im Winter mit dem Gemahl nach Schlesien und weiter zu ihrem Schwager Georg Wilhelm von Brandenburg flüchten, der ihr die Festung Küstrin als Stätte ihrer Niederkunft anwies. Schon im April 1621 mußten sie weiter nach dem Haag fliehen. Die Siege Gustav Adolfs schienen ihr Los erleichtern zu sollen; aber kaum war Friedrich Okt. 1632 in die verwüstete Pfalz heimgekehrt, als ihn in Mainz eine Lagerseuche hinwegraffte (29. Nov. 1632). Seitdem lebte E. in Holland. Nach dem Westfälischen Frieden erhielt sie von ihrem Sohne Karl Ludwig eine Jahrespension von 6000 Thlrn. Die Restauration ihres Neffen Karl II. auf den enal. Thron brachte auch ihr die Heimkehr in das Geburtsland, Mai 1661, aber schon 13. Febr. 1662 starb sie in London. Von den 13 Kindern aus ihrer Ehe mit Wwig er V. sind außer dem Kurfürsten Karl Ludwig „Daaan de Prinz Ruprecht (s. d.), Elisabeth, Pfalzgräfin bei Rhein, und Sophie, Kurfürstin von Hannover, von denen jene mit dem Namen von Cartesius, diese mit dem von Leibniz unauflöslich verknüpft ist.