Elisabeth, Kurfürstin von Brandenburg, Tochter des skandinav. Unionskönigs Johann, geb. 1485, ward als Gemahlin des 19025 005 Joachim I. von Brandenburg (seit 1502) schon um 1525 der evang. Lehre gewonnen und zersiel darüber bald völlig mit ihrem schroff kath. Gemahl. Nachdem diesem hinterbracht worden war, daß die Kurfürstin Ostern 1527 das Abendmahl in beiderlei Gestalt genommen, beschloß derselbe, sie an der reiheit und vielleicht noch ärger zu bestrafen, wesalb E. nach Wittenberg entstoh. Kurfürst Joann nahm sie freundlich auf, Luther trat ihr persönlich nahe, und hier, wie in Torgau und Weimar, lebte sie bis 1535 am sächs. Hoflager. Der in diesem Jahre erfolgte Tod ihres Gemahls erleichterte ihr Los, da Joachim II. und Johann von Küstrin, mit dem E. religiös übereinstimmte, ihr eine jährliche Pension zahlten. Zur Rückkehr aber konnte sie sich wegen der kirchlichen Differenzen mit dem ältern Sohne lange nicht entschließen; sie lebte vielmehr auf dem kursächs. Schlosse Lichtenberg an der Elbe, nahe Torgau, noch neun Jahre. Erst 1545 gelang es Johann, sie zur Übersiedelung nach Spandau zu bewegen, und 1555 zog sie nach Berlin in das kurfürstl. Schloß, in welchem sie 10. Juni desselben Jahres starb.