FeedFirmicus Maternus
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Firmicus Maternus, ein heidnischer Schriftsteller, schrieb um 350 n. Chr. acht Bücher über Astrologie (matheseos libri VIII), worin er im Geiste der Neuplatoniker eine vollständige Theorie des astrol. Aberglaubens vortrug. Die Schrift ist außer in den Astronomici vetereso (Vened. 1499) nur von Pruckner (Bas. 1533 und 1551) herausgegeben. Um dieselbe Zeit verfaßte ein gleichnamiger Autorschristl. Glaubens eine an die Söhne Konstantins d. Gr., Constantius und Constans, gerichtete Schrift De errore profanorum religionumo, über den Irrwahn des Heidentums. Namentlich wird darin die Verderblichkeit der Geheimdienste, in welchen das Heidentum hauptsächlich noch fortlebte, gezeigt und die Kaiser zur Beseitigung des Heidentums aufgefordert. Die Schrift ist zuerst von Flacius (Straßb. 1562), für sich allein zuletzt von Bursian (Lpz. 1856), außerdem als Anhang zu Minucius Felix, Cyprianus, Arnobius, zuletzt mit Minucius von Halm (Wien 1867) herausgegeben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 836Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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