FeedFries (Ernst)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Fries (Ernst), ausgezeichneter Landschaftsmaler, geb. 22. Juni 1801 zu Heidelberg, erhielt seinen ersten Unterricht im Zeichnen bei Rottmann dem Vater, dann bei dem Landschaftsmaler Wallis in Heidelberg. Seine theoretischen Studien machte er erst in Darmstadt bei Moller, dann seit seinem 17. Jahre auf der münchener Akademie unter Langer, wo er sich schon früh einen Ruf als Zeichner erwarb. Auf Reisen in Tirol und der Schweiz und dem größten Teile von Deutschland beobachtete er die Natur und sammelte mit rastlosem Eifer reiche Studien. So vorbereitet, trat er 1823 eine Reise nach Italien an, wo er bis 1827 blieb. Alsdann nach Deutschland zurückgekehrt, verweilte er zuerst einige Jahre in München, bis er 1831 nach Karlsruhe berufen und zum Hofmaler ernannt wurde. Er starb daselbst aber schon 11. Okt. 1833. Seine Vaterstadt Heidelberg ehrte sein Andenken durch Errichtung eines Denksteins in den Anlagen unter der Molkenkur. F. hatte sich eine reine und treue Auffassung der Natur zu eigen gemacht; ein hoher Ernst, ein strenger Stil und eine vollkommene Beherrschung der Technik sind die Eigenschaften, welche seine meist Italien entnommenen Landschaftsbilder auszeichnen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 357Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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