Gallego (Don Juan Nicasio), span. lyrischer Dichter, geb. 14. Dez. 1777 in Zamora, widmete sich zu Salamanca philos., theolog. und jurist. Studien. Dort erweckte der Verkehr mit Melendez Valdes, Quintana und Cienfuego sein Dichtertalent. Um seiner gemäßigt liberalen Anschauungen willen erlitt er 1814 Gefängnis, 1826 Verbannung. Zeitweilig war er Abgeordneter, Senator und überdies Mitglied verschiedener Akademien. Er starb 9. Jan. 1853 zu Madrid. G. bewegte sich als Dichter anfangs in streng klassischen Bahnen und seine Jugendwerke verraten tüchtige Kenntnisse, doch wenig Selbständigkeit; später aber nahm er eine freiere originale Rolle ein, die zwischen der klassischen und der romantischen Richtung die Mitte hält. Besonders berühmt sind die Canzone cAl Dos de Mayoy (1808), die Elegie auf den Tod der Königin Isabella, die Ode A la influencia del entusiasmo publico en las artes„. G.s Gedichte sammelte die Spanische Akademie (Madr. 1856). Aufnahme fanden seine Werke auch in die 4Biblioteca de autores espanoleso (Bd. 67, mit biographischen Notizen über den Dichter, von Ventura de la Vega).