Ghezzi (Pietro Leo), ital. Maler, geb. in Rom 1674 —— 7 eines tüchtigen Malers daselbst, den er jedoch ansehnlich übertraf. Er war mit Trevisani und Lutti vom Papste Benedikt XIV. beschäftigt und malte unter anderm die Figuren der Propheten in der Kirche San-Giovanni in Laterano. Der Papst ernannte ihn zum Direktor der Mosaizistenschule, dann der Galerien. Größern Ruf aber als seinen Malereien verdankte der originelle Künstler seinem roßen Talent als Zeichner von Karikaturporträts, in denen er den Charakter der Originale auf das Komischste wiederzugeben verstand. Sammlungen derselben kamen zu Dresden 1750 und Berlin 1766 heraus. G. hat selber auch Radierungen nach eigenen Werken und solchen seines Vaters geliefert. mach Guercino radierte er einen heil. Philippus Neri, nach eigener Zeichnung die Anatomieschule. Er beschäftigte sich auch mit antiquarischen Studien und zeichnete manches, was dann im Stich erschienen ist, so von F. Aquila 40 Blätter Camere sepolcrali de Liberti e Liberte di Livia Augusta (Rom 1731). G. starb in Rom 1755.