Gigoux (Jean Frangois), franz. Maler und Lithograph, geb. 8. Jan. 1809 zu Besancon, besuchte die Akademie daselbst, dann die Ecole des beaux arts in Paris, war Schüler von Gericault und Sigalon und bildete sich dann in Italien weiter aus. Er zeichnete sich besonders als Historien- und Genremaler aus. Hervorzuheben sind die Gemälde: der Tod Leonards da Vinci, Antonius und Kleopatra nach der Schlacht bei Actium, die Taufe Chlodwigs, der Tod der Kleopatra, Charlotte Corday, Napoleon am Abend vor der Schlacht bei Austerlitz u. s. w. Außerdem lieferte G. sehr gelungene Porträts von Taillandier, Charles Fourier, Lamartine, Considérant u. s. w. Gigne oder Gique (franz.; ital. Giga, engl. Jigg, Springtanz), ein älterer, bis tief in das 18. Jahrh. (damals besonders auf der Opernbühne) gepflegter Tanz, sowie ein in Suiten und Partiten häufig zu findendes Tonstück im Charakter dieses Tanzes. Im allgemeinen haben diese Arten Tonstücke einen muntern und lebhaften Charakter und müssen mehr oder weniger schnell, mitunter sehr schnell vorgetragen werden. Meistenteils stehen sie in gerader Taktart, aber mit ungerader (dreiteiliger) Gliedteilung, also z. B. im ½ oder im ½/ ⸗Takt mit Triolen, oder im /⸗Takt. Seltener sind Beispiele im einfach oder zusammengesetzt dreiteiligen Takt, also im ½3⸗ oder 36-Takt. Ist die Melodie zum Tanzen bestimmt, so besteht sie aus zwei Repetitionen von je acht Takten und pflegt keine geschwindern Noten als Achtel zu enthalten, da diese bei dem schnellen Tempo undeutlich werden würden. In größern Tonstücken, als Satz im Charakter der G., ist ihr Umfang nicht allein an keine bestimmte Taktzahl gebunden, sondern auch das Metrum gestattet Abweichungen. Im 12. und 13. Jahrh. war G. auch ein Saiteninstrument der franz. Menestrels, welches sich in dem deutschen Namen Geige statt Violine) erhalten hat, obwohl die altfranz. Gigue zwar ein Bogeninstrument war, aber doch von unserer Violine oder Geige bedeutend abwich.