FeedGlaubenslehre
ReligionBrockhaus 1882

Glaubenslehre, s. Dogmatik. „Glaubensregel (regula fidei, Kαιιον vνε aioreoe bezeichnet in der alten Kirche einen kurzen Inbegriff derechristl. Lehre oder eine kurze Zusammenfassung derjenigen Glaubenssätze, welche von der den ind. her einstimmig in der Kirche gelehrt worden sind. Dieselbe war im Grunde nichts anderes, als eine je nach Umständen bald kürzere, bald ausführlichere cheiden uten des Taufbekenntnisses oder doch der beiden ersten Artikel desselben, zum Zwecke der Wahrung der echt apostolischen Überlieferung gegen allerlei «Irrlehreno, und im Unterschiede von dem als Geheimnis behandelten Taufbekenntnisse ein Gegenstand des öffentlichen Lehrvortrags. Während das Taufsymbol sich allmählich zu dem Apostolischen Symbolum (s. d.) erweiterte, ist durch allmähliche Fixierung der G. in der griech. Kirche das Nicänische Symbolum (s. d.) entstanden. Vgl. Caspari,«Ungedruckte, unbeachtete und wenig beachtete Quellen zur Geschichte des Taufsymbols und der G.» (3 Bde., Kristiania 1866—75); derselbe, «Alte und neue Quellen zur Geschichte des Taufsymbols und der G.» (Kristiania 1879).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 96Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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