Got (Frangois Jules Edmond), berühmter franz. Schauspieler, geb. 1. Okt. 1823 zu Lignerolles (Deart. Orne), besuchte seit 1841 das pariser Konervatorium und erhielt während der nächsten beiden ahre den zweiten und ersten Preis im Lustspiel. m J. 1844 betrat er am Theätre frangais die ühne. Seitdem ist er Mitglied dieses Theaters geblieben und gehört ihm schon seit 1850 auch als Societär an, was ihn übrigens nicht abhielt, 1866 als André Lagarde in Augiers La contagiono im Odeéon zu gastieren und dann mit einer Schauspielergesellschaft Frankreich zu bereisen. G. ist ein vorzüglicher Schauspieler, besonders ausgezeichnet im Bedientenfach und als Komiker. Während er im alten Repertoire in den Rollen des Sganarelle, Trissotin, Fanro viel Bewundertes leistet, gelangen ihm im modernen Repertoire unter manchem andern vornehmlich Giboyer in Augiers Les effrontés“ und Le fils de Giboyero, als Mercadet und als Bernard in Les Fourchambault.v Als Schriftsteller versuchte sich G. in einem Libretto François Villono, das 1857 in der Großen Oper zur Aufführung kam. Göta-elf, Fluß in Schweden, strömt in südl. Richtung von der Südspitze des Wenersees dem Kattegat zu. Seine Länge beträgt nur 90,5 km; von der Quelle des größten Zuflusses des Wenersees gerechnet, des Klar-elf, der aus Norwegen unter dem Namen Fämun⸗ oder Tryssilds-elf zuströmt, beträgt die Länge 706 km, das Stromgebiet 40000 àkm. Die vielen Fälle und Wasserschnellen des eigentlichen G. (darunter die 33 m hohen Trollhättafälle) müssen durch Kanäle umgangen werden. (S. Götakanal.) Als Bohus-Län noch zu Norwegen zählte, war G. die Reichsgrenze, und seine Ufer waren der Schauplatz zahlreicher Fehden. G. fällt bei Gothenburg ins Meer, entsendet aber etwas nördlicher bei der uralten Stadt Kungelf einen südwestl. Arm, den Nordreelf, und bildet somit die fruchtbare Insel Hisingen (195 qkm). Götakanal oder Göthakanal, der bedeutendste und wichtigste Kanal Schwedens, zur Verbindung der Ostsee und Nordsee auf Betrieb des Grafen Baltzar Bogislaus von Platen durch eine Gesellschaft mit Unterstützung des Staats 1810— 32 mit einem Kostenaufwande von etwa 15 ½ Mill. Kronen (17 Mill. Mark) hergestellt, zerfällt in zwei durch den Wettersee geteilte Linien, die öster⸗ und westergöthische. Die erstere beginnt an der Ostsee und zwar am Meerbusen Slätbaken bei dem Gute Mem unweit Söderköping, ist 90,9 Em lang, wovon auf den wirklichen Kanal 49,8 km kommen, und steigt in 33 Senk⸗ und 4 bestimmenden Schleusen durch die Seen Asplängen (26,4m hoch), Roxen (32/ m) und Boren (72,½ m) hinauf in den Wettersee (88,2 m). Die westergöthische Sektion beginnt am Westufer des Wettersees bei der Centralfestung Karlsborg, ist 66 Em lang, wovon 37,8 auf die wirkliche Kanallinie kommen, führt durch das Rödesund in den Bottensee, dann durch eine Schleuse hinauf in den See Wiken (91, m), den höchsten Punkt des ganzen Kanalsystems, und das Bassin dieser Sektion, und sodann mittels einer bestimmenden und 19 Senkschleusen hinab in den 44 m über dem Meer gelegenen Wenersee. Beide Linien zusammen betragen mit Einschluß der Seen etwa 190 km, wovon 87,6 auf den wirklichen, teils gegrabenen, teils gesprengten Kanal entfallen. Derselbe ist überall 2,97 m tief, am Boden 14,25, am Wasserspiegel gewöhnlich 26, m breit. Die Schleusen von behauenen Granitquadern sind 35,6 m lang und 7,12 mebreit. An 34 Brücken von eigentümlicher Konstruktion, darunter viele eiserne, führen die Landstraßen über den Kanal, der bei diesen 7,4½2 mebreit ist. Die ganze Linie zählt 19 einfache Culverts, 2 mit doppelten und 1 mit vierfachen Gewölben, 16 Boden⸗, 8 Seiten⸗ und 2 Wiesenbewässerungsabflüsse, 11 Stemmpforten mit 21 Thorflügeln, 20 Bassins mit Lastagien und 3 Reparationsdocks. Der G. gehört einer Gesellschaft, an deren Leitung der Staat auf Grund namhafter Subventionen teilsnimmt. Im J. 1881 stieg der Verkehr auf 2662 Segelschiffe und 1728 Dampfschiffe; an Kanalabgaben wurden etwa 160000 Kronen (175000 Mark) gezahlt. Als ein Ganzes mit dem G. bildend sind auch die zur Umgehung von Wasserfällen angelegten Kanäle an der Götaelf zu betrachten, namentlich der Karlsgraben bei Wenersborg (3,2kmulang mit 2 Schleusen), der Stallbackakanal (1188 m elang), der neue Trollhättakanal (1,85 Kmelang, mit 11 Schleusen), der kurze Kanal bei Akerström mit einer in den Berg gesprengten Schleuse und der Kanal bei Ström bohen mlang, mit 2 Schleusen) neben dem 2,67 m ohen Wasserfall zwischen dem Gute Ström und dem Flecken Lilla-⸗Edet. Durch diese Wasserbauten, in Verbindung mit den genannten Seen, namentlich auch der über 118 Km langen Fahrbahn des Wenersees und der Göta-elf, wird durch ganz Gothland, durch die schönsten und reichsten Provinzen Schwedens, ein bequemer Wasserweg zwischen der Nordsee und Ostsee hergestellt, der etwa 400 Km lang ist und, indem er etwa 1500 km Ufer von Landseen nebst den daranliegenden Städten, Ortschaften, Eisenhütten und Gütern mit dem Meere in Verbindung setzt, für den Binnenverkehr Schwedens große Bedeutung hat.