FeedGuidi (Carlo Alessandro)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Guidi (Carlo Alessandro), ital. Dichter, geb. zu Pavia 14. Juni 1650, ging in seiner Jugend nach Parma an den Hof Ranuccios II. und von da nach Rom, wo ihn die Königin Christina von Schweden an ihren Hof aufnahm und zu ihrem Vertrauten machte. Hier unternahm er die Reform der ital. Poesie, welche er nach dem Muster Pindars umzugestalten strebte, ohne jedoch viele Anhänger und Nachahmer zu finden. Seine Vaterstadt berief ihn und beauftragte ihn, bei dem Prinzen Eugen, Gouverneur der Lombardei, die Verminderung der Steuern zu erwirken. Er entledigte sich dieses Auftrags mit solchem Geschick, daß ihn seine Mitbürger aus Dankbarkeit zum Patricier ernannten. Nach Rom zurücgelehrt, Übersetzte er die Homilien Clemens' XI. Er starb 12. Juni 1712 u Frascati. G. gilt als einer der bedeutendsten ital. Lyriker, obwohl er wesentlich nur ein glücklicher Nachahmer Pindars ist. Er schrieb: Poesie liriches (Parma 1681), Rimes (Rom 1704; vollständiger Verona 1726), 4II Giove d'Elider (Parma 1677), „Amalasunta in Italia (Parma 1680), „Le navi d'Eneao (Parma 1685), Endimione. Drammas (Rom 1692), (Sei Omelie di Papa Clemente XI esposte in versio (Rom 1712). Eine Gesamtausgabe seiner lyrischen Gedichte mit einer Omd ie besorgte Crescimbeni (Vened. 1751). uidi (Tommaso), toscan. Maler, s. Maaccio.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 603Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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