Ludwig II., der Strenge, Herzog von Bayern und Rheinpfalzgraf 1253 —94, Sohn Ottos II. von Bayern, hat seinen Beinamen davon, daß er 1256 seine Gemahlin Maria von Brabant auf einen bloßen Verdacht der Untreue hin in Donauwörth hinrichten ließ. Die Stiftung des Klosters Fürstenfeld bei München sollte später die Sühne für die blutige That sein. Seinem Neffen Konradin war er ein treuer Vormund; als derselbe gegen L.s Rat auf dem Zuge nach Italien beharrte, lieh L. ihm das nötige Geld und erhielt dafür den Rest der staufischen Güter als Pfand, die wie andere, für welche jener ihn schon früher zum Erben eingesetzt hatte, nach Konradins Tode 1268 dem wittelsbachischen Hause verblieben. An der Wahl Rudolfs von Habsburg 1273 hatte er wesentlichen Anteil, er heiratete dessen Tochter und stand ihm im Felde und im Rate treu zur Seite. München dankt ihm die Erhebung zur Residenz.