Schilling (Friedr. Gustav), einer der fruchtbarsten deutschen erzählenden Schriftsteller, geb. zu Dresden 25. Nov. 1766, bezog 1779 die Fürstenschule zu Meißen und trat 1781 in das Artilleriekorps. Nach siebenjähriger Dienstzeit und vierjährigem Besuche der Artillerieschule zum Offizier vorgerückt, wohnte er als solcher den meisten Gefechten des sächs. Kontingents während des Feldzugs von 1793 bei. Nach der Schlacht bei Jena geriet er in kurze Gefangenschaft, nahm 1809 den Abschied und ließ sich dann in Freiberg nieder. Später wendete er sich nach Dresden, wo er 30. Juli 1839 starb. Bereits 1783 erschien von ihm das Drama «Elise Kolmarv. Seine zahlreichen Romane zeichnen sich meist durch lebendige Darstellung aus. Seine „Sämtlichen Schriftenv erschienen in zwei Sammlungen, jede von 50 Bänden (Dresd. 1810—30), eine Ausgabe letzter Hand in 80 Bänden (Dresd. 1828—39).