Sell (Christian), Schlachtenmaler, geb. 14. Aug. 1831 in Altona, besuchte die Akademie in Düsselwos Sein Fach war anfangs die Historienmalerei, wobei ihm vorzugsweise Motive aus der deutschen Vorzeit zum Stoffe dienten. Seit dem Kriege von 1866 wandte er sich aber der Schlachtenmalerei zu und folgte dem Beispiele Camphausens, dessen Richtung er neben Bleibtreu, Northen und Hunten vorzüglich vertrat. Bei den Feldzügen von 1866 und 1870—71 persönlich anwesend, lieferte er viele Schlachtenbilder, sowie Darstellungen genrehafter Art aus dem Soldatenleben, welche durch große Treue, Lebendigkeit und korrekte Zeichnung hervorragen. Auch in Illustrationen und Aquarellen war er bedeutend. S. starb 21.April 1883 in Düsseldorf.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 684Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei