Urlichs Ludw. von), Archäolog, Philolog und Litterarhistoriker, geb. 9. Nov. 1813 zu Osnabrück, studierte in Bonn, war dann Hauslehrer in der Familie des preuß. Gesandten Bunsen in Rom, wurde 1840 Privatdocent in Bonn, 1844 daselbst außerord. Professor, 1847 ord. Professor in Greifswald, 1855 ord. Professor der klassischen Philologie und Ästhetik in Würzburg, wo er noch wirkt. Von 1818 bis 1852 war er als Mitglied des preuß. Abgeordnetenhauses, sowie des Erfurter Parlaments thätig. In seiner jetzigen Stellung ist er neben seiner Lehrthätigkeit als Mitglied des obersten Schulrats mit der Aufsicht über eine Reihe von gelehrten Schulen beschäftigt. Er veröffentlichte: „Achaei Eretriensis quae supersunto (Bonn 1834), &Chrestomathia Pliniana (Berl. 1857), „Skopas Leben und Werkey (Greifsw. 1863), «Vindiciae Pliniauaes (Heft 1, Greifsw. 1853; Heft 2, Erlangen 1866), 4Charlotte von Schiller und ihre Freunde» (3 Bde., Stuttg. 1860 — 65), 4Codex Urbis Romae topographicuso (Würzb. 1871), „Goethes Briefe an Johanna Fahlmer⸗(Lpz. 1875), „Briefe an Schillers (Stuttg. 1877), De vita et honoribus Tacitis (Würzb. 1879), ⸗Beiträge zur Kunstgeschichteß (Lpz. 1885). Auch gab er den Agricola des Tacitus (Würzb. 1875) heraus.