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ReligionBrockhaus 1882

Verklärung Christi (transtiguratio) heißt die Umstrahlung Christi auf dem Berge Tabor (Matth. 17, 1 fg.; Mark. 9, 1fg.; Luk. 9, 28 fg.), nach andern auf dem Hermon. Christus war mit Petrus, kobus und Johannes dorthin gegangen, hatte aber seine Begleiter am Fuße zurückgelassen. Die Jünger schliefen abends hier ein. Als sie am Morgen erwachten, sahen sie Jesum verklärt, indem sein Angesicht leuchtete und seine Kleider weiß erschienen; in seiner Nähe glaubten sie den Moses und Elias zu sehen. Die kath. Kirche feiert die Verklärung Christi 6. Aug. als ein Fest ersten Ranges. In der griech. Kirche heißt das Fest Taborion, wurde aber erst im 6. und 7. Jahrh. hier bekannt. In der röm. Kirche erhielt es erst unter Clemens III. eine allgemeine 1435 zum. und von Papst Calixt III. wurde es 1456 zum Andenken eines Siegs über die Türken mit Ablässen versehen. Diese Kirche kennt auch eine Umstrahlung der Maria in der Sterbestunde und nennt sie Verklärung der Maria (transfiguratio Mariae). Bekannt ist unter dem Namen „Transfigurationo Rafaels Darstellung der Verklärung Christi (im Vatikan). BVerklicker (Windfahne), s. Flügel.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 211Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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