Versilbern, das überziehen anderer Metalle, so- wie von Holz, Porzellan, Glas u. s. w. mit Silber. Das V. von Holzwerk (Rahmen u. s. w.) ist sehr gebräuchlich, um durch nachfolgendes Auftragen eines gelbgefärbten Firnisses (Goldfirnis) auf wohlfeile Weise eine Vergoldung nachzuahmen. Es geschieht mittels Blattsilber, d. h. äußerst dünn geschlagener Silberblättchen, in derselben Art wie das Vergolden mit Blattgold. (S. Vergoldung.) Versilberung auf Metall wird jetzt fast nur auf galvanischem Wege ausgeführt. Die galvanische Versilberung, welche sogar die Silberplattierung (s. Plattieren) zum Teil verdrängt hat, wird gegenwärtig in außerordentlichem Maße betrieben und ist industriell und kommerziell jedenfalls die bedeutendste Anwendung, welche die Galvanotechnik erfahren hat. Der Gebrauch versilberter Tafelgeräte greift immer mehr um sich, und um die Herstellung derselben haben sich Christofle u. Comp. in Paris (und deren Filiale in Karlsruhe) und die Fabrik von Elkington u. Comp. in Birmingham verdient gemacht. Für die galvanisch versilberten Neusilbergeräte sind die Bezeichnungen «Christoflev, In beschränkterer Weise wie auf Neusilber wird die Versilberung auch auf Britanniametall (vorzugsweise auf Platten und Kannen) vorgenommen. Lüdenscheid zeichnet sich in diesem Artikel aus. Zum Versilbern von Kleinigkeiten aus Messing (z. B. Thermometer- und Barometerskalen) dient noch die kalte Versilberung durch Anreiben mit einem befeuchteten Gemenge von Chlorsilber, Kochsalz, Weinstein und geschlämmter Kreide.