Wappen nennt man im allgemeinen mit allerlei Figuren verzierte und umgebene Schilde. Schon die Völker des Altertums hatten Kriegs⸗ und Feldzeichen (s. d.), und auch die Germanen bemalten zu Tacitus Zeiten ihre Schilde mit Farben und Zeichen. Dagegen gehört die Ausbildung der eigentlichen W., welches Wort ursprünglich mit Waffenidentisch ist (sowie auch im Französischen armes, im Englischen arms beide Bedeutungen haben), erst dem Mittelalter an. Für den vollständig geharnischten Ritter war im Schlachtgetümmel ein Er½½ notwendig, das man am Schilde (s. d.) als Bild und am Helm (s. d.) als Helmkleinod trug. Die ältesten und anfangs häufigsten Wappenbilder (Löwe, Leopard, Adler u. s. w., daher auch
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 432Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei