FeedWinsbeke
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Winsbeke 16 Lehr lyrisches Lehrgedicht des 13. Jahrh., die Lehren eines Ritters an seinen Sohn enthaltend. Der von der Litteraturgeschichte adoptierte Titel nach der Überlieferung der pariser Liederhandschrift, die daneben in der Vorschrift bietet: Von Winsbach, wonach der Verfasser vielleicht ein Glied des bayr. Rittergeschlechts von Windsbach sein könnte. Echt scheinen nur 56 Strophen, die folgenden 24 späterer Versaf eines geistlichen oder ascetisch gerichteten Verfassers. Das treffliche, offenbar auch beliebte Gedicht fand ein jüngeres Gegenstück in der nach ihm genannten Winsbekin, in den Lehren einer adeligen Mutter an ihre Tochter. Eine Ausgabe unter dem Titel „Der Winsbeke und die Winsbekino veranstaltete M. Haupt (Lpz. 1845).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 689Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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