Sand, un., frz. sable, m., engl. sand, lat. ar,ena, überhaupt harter, klarer, zertheilter Stein, daher giebt es z. B. Granitsand, Glimmersand, Kalksand, Quarzsand; der letztere dient vor allen anderen Sandarten am besten als Zusatzmittel bei den verschiedenen Mörtelarten; s. d. Art. Mörtel etc. Quarzsand, den man überhaupt am liebsten im Bauwesen verwendet (s. aber auch d. Art. Formsand), findet man bes. als 3) Grubensand, auch Bergsand, Grabsand, gegrabener Sand, franz. sable fouillé, de fouille, engl. dug sand, pit-sand etc., genannt, im flachen Land, in den Alluvial⸗ u. Diluvialablagerungen, in der Braunkohlenformation, u wird nach den Nebenbestandtheilen als eisenschüssiger, glaukonitischer, kalkiger, thoniger, schlammiger od. Moddersand etc. bezeichnet, b) angeschwemmter S., Flußsand,‚ franz. sable de ravine, de rivière, engl. Alluvial-sand, river-sand, auch Alluvialsand gen., gewinnt man am bequemsten als Flußsand an den Ufern und in den Betten von Flüssen, sowie e) als Meeressand an den Seeküsten. — Der reinste ist gewöhnlich der Flußfand, da im Grubensand sich häufig Geschiebe von Thon u vegetabilischen Stoffen, im Meeressand aber Salztheile eingemengt vorfinden. Da für den Mörtel fremdartige Substanzen nachtheilig sind, so muß man, ehe man ihn anwendet, den S. durch Waschen davon befreien; es ist bei der Mörtelbereitung etc. außerdem noch zu berücksichtigen die Größe der Körner; zu ihrer Regelung muß man den Sand durchiglit / mothes 18845d4/0106 K Heidelberg DFC werfen, frz. passer à la claie, engl. to scrine, od. sieben, frz. passer au crible, engl. to sift, s. d. Art. Durchwurf, Sandsieb, Mörtel, Kalk re. Der aus Sandstein (s. d.) gepochte Sist begreiflicherweise kostspieliger als der gefundene od. gegrabene S., doch wird er wegen seiner Scharfkantigkeit gern angewendet. Will man den S. prüfen, so nimmt man eine Quantität davon zwischen die Hände u. reibt ihn. Läßt er keine erdigen Theile zurück, so ist er zum Bauen tauglich; enthält er viel salzige oder vegetabilische Theile, so entsteht Salpeterfraß, Hausschwamm u. dgl. Man unterscheidet ad a): 1. Flugsand, franz. sable mouvant, engl. shikting sand, fast zu feinkörnig zur technischen Benutzung; 2. Triebsand, frz. sable vasard, engl. quicksand, der durch Wasser zusammengetrieben worden, wozu auch der Quellsand gerechnet wird; ist in der Regel sehr feinkörnig, aber doch etwas schärfer als der Flußsand, gut als Tünchsand anwendbar; liegt in der Regel unter dem Perlsand u. Kies, aber über dem Gries, unter dem dann Lehm folgt; 3. Griessand, Grus, frz. gravier, engl. gravel, besteht aus größeren u kleineren Steinstücken, mit untermengtem klaren S. u. hier u. da schon Lehmbrocken; vgl. auch Art. Sandgries; 4. Perlsand, aus etwa linsengroßen bis erbsgroßen Stückchen bestehend; 5. Kies, aus haselbis walnußgroßen Stücken bestehend, in der Regel rundkörnig. Alle diese Sorten sind gelblich, durch Eisenoxyd od auch durch Lehm lebhafter oder schmutziger gefärbt u. daher ziemlich weich, d. h. sie saugen vermöge ihrer mit Lehm überzogenen Flächen wenigKalkhydrat auf. Schärfer sind folgende ebenfalls gegrabene Sandarten: 6. vulkanischer S., besteht aus kleinen Schlacken u. Lavakörnern, bisweilen mit Leueit⸗, Augitkrystallen, Glimmerblättchen etc. vermengt, ist schwarz, schwer u. glänzend, s. Eifelsand; 7. Scheuersand (grober) u. Streusand (feiner), frz. sablon, engl. scouring-ssand, beide weiß, aus reinen, erdfreien Quarzkörnern bestehend, doch dabei oft thon⸗ oder kalkhaltig, in der Regel bei Töpferthon oder in der Nähe von Sandstein gefunden.