Karl XIII., König von Schweden und Norwegen, 1809—18, wurde 7. Okt. 1748 geboren und war der zweite Sohn des Königs Adolf Friedrich und der Schwester Friedrichs d. Gr., Luise Ulrike. Nachdem sein Bruder, Gustav III. (s. d.), den Thron bestiegen, hatte er an der Revolution von 1772 bedeutenden Anteil, weshalb er auch zum Generalgouverneur von Stockholm und Herzog von Södermanland ernannt wurde. Er vermählte sich 1774 mit Hedwig Elisabeth Charlotte, Prinzessin von Oldenburg-Delmenhorst. In dem Kriege mit Rußland 1788—90 schlug er sich zu wiederholten malen tapfer mit der Flotte der Russen. Rach der Ermordung Gustavs III., 1792, trat er an die Spitze der Regentschaft, überließ aber bald die Führung der Geschäfte dem verhaßten Günstling Reuterholm. Im J. 1796 übergab er die Regierung dem mündig gewordenen Gustav IV. Adolf (s. d.). Infolge der Revolution von 1809 wurde er als Reichsverweser berufen und 6. Juni 1809 als König an die Spitze des Staats gestellt. Durch den Frieden mit Rußland zu Fredrikshamn, 17. Sept. 1809, wo ganz Finland an Rußland abgetreten wurde, gewann er die nötige Ruhe zur Erholung des Staats von bedeutenden Verkusten und zur Vollendung der Verfassung desselben. Schon vorher hatte er den Prinzen Christian August von Holstein-Sonderburg-Augustenburg als Nachfolger, nach dessen Tode aber den von den Ständen im Aug. 1810 gewählten franz. Marschall Bernadotte adoptiert. Durch sein kluges Benehmen in dem Kriege zwischen Frankreich und Rußland (1812) verschaffte dieser Schweden mittels der Erwerbung Norwegens 1814 eine Entschädigung Karl XIV. Johann (König von Schweden) für Finland. Er starb 5. Febr. 1818. Ihm folgte Bernadotte als Karl XIV. Johann (s. d.).