Karl (Theod. Maximilian Aug.), Prinz von Bayern, geb. 7. Juli 1795 zu München als ältester Sobn des spätern Königs Maximilian I. Joseph von Bayern aus dessen erster Ehe mit der 1796 verstorbenen Wilhelmine Auguste, Tochter des Prinzen Georg von Hessen-Darmstadt. Seine Erziehung war von früh an eine militärische, und schon Juni 1813 wurde er zum Generalmajor und Brigadekommandeur ernannt. Er kämpfte mit seiner Brigade in der Schlacht bei Hanau mit und wurde noch 1813 Divisionsgeneral; 1814 lag er mit Russen und Ssterreichern vor Belfort, von wo er jedoch bald zum Hauptheer zurückkehrte und sich bei Arcis-sur-Aube und Fere-la-Champenoise auszeichnete. Nach dem Frieden erhielt K. das Generalkommando in München, trat 1822 als General der Kavallerie aus dem Dienste, wurde aber 1841 mit dem Range als Feldmarschall zum Generalinspektor der Armee ernannt. geh Deutschen Kriege von 1866 wurde K. zum Befehlshaber des 7. und 8. Bundes-Armeekorps ernannt. Doch gelang es ihm nicht, irgend einen Erfolg gegen die preuß. Mainarmee zu erzielen. Nach dem Frieden von 1866 zog sich der Prinz ganz aus dem öffentlichen Leben zurück und nahm seinen dauernden Aufenthalt auf seiner Besitzung Tegernsee im bayr. Hochlande. Auf einem Spazierritt 16. Aug. 1875 stürzte er vom Pferde und blieb sofort tot. Garh. Eduard, der Prätendent, s. Eduard