FeedKeller (Gottfr.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Keller (Gottfr.), beliebter Dichter und Romanschriftsteller, geb. 19. Juli 1819 in Zürich, kam 1831 zu einem Maler in die Lehre. Nachdem er Hunte Lehrzeit ohne genügende Anleitung verbracht hatte, hielt er sich zu seiner weitern künstlerischen Ausbildun 1840—42 in München auf, kehrte dann nach Zürich zurück und wandte sich nun litterarischen Studien und poetischen Versuchen zu. Ein 1846 erschienener Band 4«Gedichten, die 1851 herausgegebenen Neuern Gedichter, endlich die Gesammelten Gedichter (Berl. 1883) bekunden ihn als einen sinnigen, feinfühlenden Beobachter der Natur und des Menschenherzens. Inzwischen lebte K. längere Zeit in Heidelberg und Berlin und erhielt 1861 das Amt des ersten Staatsschreibers des Kantons Zürich, welches er 1876 niederlegte. Seinen Ruf als Roman- und Novellendichter begründete K. durch seinen Roman „Der grüne Heinricho (4 Bde., Braunschw. 1854; 3. Aufl., Stuttg. 1884). Diesem folgte ein Band Erzählungen: „Die Leute von Seldwylav (Braunschw. 1856), «Sieben Legendeno (Stuttg. 1872; 2. Aufl., 4 Bde., 1874), 4Züricher Novelleny (Stuttg. 1878), «Das Sinngedichto, Novellen (3. Aufl., Berl. 1882). Vgl. Brahm, «Gottfr. K. Ein litterarischer Essays (Berl. 1883).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 225Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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