Kurische Könige heißen die Abkömmlinge der alten Kurenhäuptlinge des 12. Jahrh., welche in sieben Dörfern im Kreis Goldingen in Kurland leben. Sie haben längst ihre kurische Muttersprache vergessen und seit der Reformation sich lettisiert, letzt zum Teil germanisiert. Im J. 1253 erhielten sie vom livländ. Ordensstaate für ihr Festhalten am christl. Glauben und an der Sache der Deutschen ihre Privilegien. Im J. 1853 zählte man im ganzen 343 «Königen. Seit der herzogl. Zeit Kurlands gehören sie dem freien Bauernstande an und jedes Dorf wählt sich aus seiner Mitte einen Bur⸗
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 698Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei