FeedButtermilch
Haus & KücheAppetit-Lexikon 1894

Buttermilch, in der Schweiz Rührmilch, die weißblaue, wässerige, angenehm säuerlich schmeckende Flüssigkeit, die nach dem Ausscheiden der Butter aus dem Rahm zurückbleibt. Sie enthält im Durchschnitt 9174 Wasser, 075 Fett, 357, Casein und 37574 Milchzucker, ist also nicht ganz ohne Nährwerth. Auf dem Lande meist nur als Schweinefutter benützt, wird sie daher in den Städten durchschnittlich mit 005—0 10 Mark pro Liter bezahlt und entweder frisch getrunken oder mit etwas süßem Rahm und Semmelschnitten zu Suppe verkocht. Salat damit anzumachen, nennt Josef Wiel mit Recht „einen gräßlichen Einfall“. Im Calaisis benützt man sie statt des Wassers zum Einsäuern des Brotteiges und erzielt dadurch ein sehr schmackhaftes, sich lange frisch erhaltendes Gebäck. Für Lungenkranke ist sie als Getränk sehr zuträglich — glücklich der, der sie entbehren kann! Vgl. den Buchstaben K.

Appetit-Lexikon. Ein alphabetisches Hand- und Nachschlagebuch über alle Speisen und GetränkeHrsg. von Robert Habs und Leopold Rosner, 2. Aufl., Wien: Gerold 1894 · Bd. 1, S. 82Scan: Wienbibliothek im Rathaus · gemeinfrei

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