FeedFerdinand (Heinr. Friedr.)
GeschichteBrockhaus 1882

Ferdinand (Heinr. Friedr.), letzter Landgraf von Hessen-Homburg, geb. 26. April 1783, jüngster Sohn des 1820 verstorbenen Landgrafen Friedrich Ludwig, diente viele Jahre in der österr. Armee, in der er zum Range eines Generals der Kavallerie emporstieg. Der Tod seines Bruders, des Ländgrafen Gustav, berief ihn (S. Sept. 1848) zur Regierung der Landgrafschaft. Er gab dem Verlangen nach einer Verfassung nach, berief April 1849 den Landtag und publizierte im Jan. 1850 eine mit diesem vereinbarte Verfassung, die jedoch gar nicht zur praktischen Einführung gelangte, da mit dem Siege der Restaurationspolitik auch der Landgraf in die alten Wege zurücklenkte. Er war unter den ersten Fürsten, welche (Sept. 1850) den restaurierten Bundestag beschickten. Da F. der letzte seines Stammes war, fiel bei seinem Tode 24. März 1866 das Ländchen an Hessen-Darmstadt, mußte aber von diesem noch im nämlichen Jahre an Preußen abgetreten werden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 688Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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