Modalität, vom lat. modus, bezeichnet die Art und Weise, wie etwas existiert, geschieht oder gedacht wird, sodaß man damit gewöhnlich die mehr oder minder charakteristischen Nebenbestimmungen einer Sache bezeichnet. Im Sprachgebrauche der Philosophie ist M. diejenige Bestimmung der Urteile, wonach ein Urteil etwas bloß für möglich oder für wirklich oder für notwendig erklärt, also entweder problematisch oder assertorisch oder apodiktisch ist. Möglichkeit, Wirklichkeit und Notwendigkeit heißen daher Modalitätsbegriffe.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 785Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei