Schlacht ist der Kampf größerer Heeresmassen (Armeen) im Gegensatz zu Treffen und Gefecht, an welchen nur einzelne Heeresabteilungen beteiligt sind und deren Ergebnisse daher in der Regel nicht so unmittelbar auf die Entscheidung des Kriegs hinwirken. (Vgl. Gefecht.) Schlachtfeld ist das Terrain, auf welchem die Schlacht geschlagen wird. Haupt-oder Entscheidungsschlachten führen zur Entscheidung eines ganzen Feldzugs oder eines Abschnitts desselben. Man spricht von Offensiv- oder Defenfivschlacht, je nachdem der Schlachtplan eines Heeres einen offensiven oder defensiven Grundgedanken hat. Offensive und defensive Momente wechseln aber während der S. und auch eine defensive S. kann zur kriegsentscheidenden zu Gunsten des betreffenden Teils werden, wie Waterloo für die Verhündeten. Die Schlachtordnung ist die Anordnung der Streitkräfte für das Eingreifen in den Kampf; auf dieselbe haben Kampfweise, Bewaffnung und Heeresverfassung Einfluß und wird dieselbe fast in jedem einzelnen Falle modifiziert. Zu Friedrichs d. Gr. Zeit war es üblich, die Armee in zwei Treffen in Linie, Infanterie in der Mitte, Kavallerie auf den Flügeln aufzustellen. Die großen Heere der Gegenwart kennen keine ausgesprochene Schlachtordnung, die Streitkräfte werden allmählich zum Kampfe angesetzt, Ordre de bataille (s. d.) und Truppeneinteilung bilden hierfür die Grundlagen, im übrigen machen sich die Entstehungsweise der S., die Gestaltung des Terrains u. s. w. geltend. Vgl. auch Fechtart, Gefecht.