Karl IV., Herzog von Lothringen, Enkel Karls III., geb. 1604, gelangte 1624 zur Regierun und wurde nach längern Kämpfen gegen Frankrei und Schweden aus Lothringen vertrieben, trat mit 3000 Mann, dem Reste seines Heers, in kaiserl. und späterhin in span. Dienste. K. wurde wegen einiger Vergehungen in Brüssel gefangen gesetzt und nach Spanien geschafft, wo er in Tudela bis 1659 bewacht wurde, aber durch den Pyrenäischen Frieden sein Land und die Freiheit zurückerhielt. Gegen 1 Mill. Thaler und die Ernennung der Prinzen seines Hauses zu franz. Prinzen von Geblüt übertrug er 1662 im Vertrage zu Montmartre die Erbschaft Lothringens auf Ludwig XIV. und versprach zugleich, sein Heer zu entlassen. Dies Versprechen blieb jedoch unausgeführt, und 1669 führte Marschall Créqui ein franz. Heer nach Lothringen. K. schloß sich 1672 dem kaiserl. Heere an und schlug den Marschall Créqui 1675 bei Konzsaarbrück; er starb bald danach.