FeedKirchenväter
ReligionBrockhaus 1882

Kirchenväter (patres ecelesiae) nennt man die Lehrer und Schriftsteller der alten Kirche, deren Schriften als Muster rechtgläubiger Lehre gelten. Die Kenntnis ihres Lebens und ihrer Werke macht den Inhalt einer eigenen theol. Disciplin, der Patristik oder Patrologie, aus, welche aber neuerdings besser in der Form einer umfassenden Geschichte der christl. kirchlichen Litteratur des Altertums behandelt zu werden pflegt. Der Wert wie der Inhalt ihrer Schriften ist natürlich sehr verschieden; in letzterer Beziehung pflegt man exegetische, apologetische, polemische, dogmatische, moralische, histor., erbauliche Schriften zu unterscheiden. Die berühmtesten nißt, sind unter C aufzusuchen. unter den griechischen K. sind Clemens Alexandrinus, Origenes, Irenäus, Athanasius, Basilius d. Gr., Gregor von Nyssa, Gregor von Nazianz und Chrysostomus; unter den lateinischen Tertullian, Eyprian, Ambrosius, Hilarius, Augustinus, Hieronymus und Gregor d. Gr. Die reichhaltigsten Sammlungen von Schriften der K. sind die Maxima bibliotheca veterum patrumo (27 Bde., Leid. 1677); Gallandis «Bibliotheca veterum patrumo (13 Bde., Vened. 1765—79); Migne, «Cursus completus patrologiaer (383 Bde., Par. 1844—66). Auszüge und Übersetzungen enthält Röslers 4Bibliothek der K.» (10 Bde., Lpz. 1776—86), neuere Ierschungen Reithmayr und Thalhofers „Biblio—⸗ thek der K.v (Bd. 1—397, Kempten 1869—84).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 301Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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