Lefebre, auch Lefevre (Tanegui), gewöhnlich Tanaquil Faber genannt, franz. Humanist, geb. zu Caen 1615, wurde in Paris von Richelieu als Inspektor der Druckerei im Louvre angestellt und trat nach dessen Tode zur reform. Kirche über, worauf er eine theol. Professur bei der Akademie zu Saumur erhielt. Er starb 12. Sept. 1672. L. war ein Mann von gründlicher Gelehrsamkeit, welcher Vorzug auch auf seine berühmte Tochter, Anna Dacier (s. d.), überging. Man hat von ihm Ausgaben des Lucian und Longin mit lat. Übersetzungen; auch gab er Phädrus, Lucrez, Alian, Eutrop, Justin, Terenz, Horaz, Virgil, Apollodor, Anakreon und Sappho heraus. Seine lat. UÜbersetzungen sind sehr gut, seine französischen hingegen etwas steif. Von L.s eigenen Werken sind zu nennen: Epistolae criticaen (2 Bde., Saumur 1659 u. öfter), Les vies des poëtes grecso (Saumur 1665), Meéthode pour commencer les humanités grecques et latinesp (Saumur 1672 u. öfter).